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Baustopp am Wilhelmsplatz: Kaufhof-Areal in Bad Cannstatt wird erst 2029 fertig

04. März 2026

Neubau am Wilhelmsplatz verzögert sich bis 2029

Die freigelegte Brachfläche in der Markstraße, die seit dem Abbruch des Kaufhofs weithin sichtbar ist, bleibt länger ein Mahnmal der Ungewissheit als bislang angekündigt. Der Baukomplex BC.eins der LBBW Immobilien soll nun erst Anfang 2029 fertiggestellt werden, rund ein Jahr später als ursprünglich geplant.

Warum der Zeitplan nicht gehalten werden konnte

Ursprünglich war die Einreichung des Bauantrags für Sommer 2025 vorgesehen, der Baubeginn für Anfang 2026 und die Einweihung zum Jahresende 2027. Nach Angaben der LBBW-Sprecherin Aleksandra Boländer hat sich die Planung deutlich verlängert, weil der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs von Baumschlager Eberle Architekten aus Berlin nachbearbeitet und in enger Abstimmung mit der Stadt weiterentwickelt werden musste. «Unser Anspruch und die Erwartungen der Menschen vor Ort erfordern eine besonders sorgfältige Überarbeitung», so die Sprecherin.

Was auf dem rund 4000 Quadratmeter großen Areal entstehen soll

Das Projekt sieht einen gestuften Gebäudekomplex an der Schlüssellage zwischen Badstraße und Marktstraße vor. Zur Badstraße hin entsteht ein Baukörper mit vier Vollgeschossen plus Staffelgeschoss, zum Wilhelmsplatz hin ein weiteres mit fünf Vollgeschossen zuzüglich Staffelgeschoss, das die umliegenden Gebäudehöhen aufnehmen soll. Konkrete Entscheidungen zum Nutzungsmix stehen noch aus; geprüft werden bislang ein großer Lebensmittelmarkt, eine Filiale der BW Bank, Büroflächen, Arztpraxen, Gastronomie sowie Wohnungen in den oberen Etagen. In der Tiefgarage sind etwa 30 bis 35 Stellplätze geplant.

Stadt und Investoren stimmen Details ab

Der Planungsprozess befinde sich in den letzten Zügen, teilt die LBBW mit. Einzelne Feinheiten würden aktuell mit dem städtischen Baurechtsamt besprochen. Über das Investitionsvolumen macht der Projektträger weiterhin keine Angaben.

Auswirkungen vor Ort

Für Anwohnerinnen und Anwohner in Bad Cannstatt bleibt die Situation belastend. Seit dem Abriss 2022/23 prägt die große Grube das Bild am Wilhelmsplatz, immer wieder werden mögliche Zwischennutzungen diskutiert, um die Fläche vorübergehend zu beleben. Viele hoffen, dass der überarbeitete Entwurf langfristig zur Aufwertung des Platzes beiträgt und die historische Altstadtqualität erhält.

Stadt und Investor betonen, dass die Verzögerung dem Ziel diene, gestalterische und städtebauliche Qualität zu sichern. Bis zur Wiederbelebung des Standortes müssen die Cannstatter jedoch weiter Geduld üben.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: stuttgarter-nachrichten.de



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